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31 Mar 2018

Bericht Trainingslager 2018

Am Mittwoch 28. Februar machte sich die 1. Mannschaft des FC Seisa 08 auf den Weg nach La Grande Motte (in der Nähe von Montpellier) ins Trainingslager. Mit viel Vorfreude im Gepäck starteten sie ihre Reise nach Südfrankreich mit einem Reisecar, Dreizehn Fussballer, Trainer, Coach sowie vier Begleiter waren mit von der Partie. Nach einer kurzen Mittagspause bereits auf französischem Boden nahm das Übel seinen Lauf. Es fing an zu schneien. Dank der guten Vorbereitung des erfahrenen Carchauffeurs Beat konnten sie auf einen Umweg ausweichen um wenigstens noch am selben Abend in La Grande Motte anzukommen. Andere hatten weniger Glück, die Lastwagenkolonne auf dem Pannenstreifen war bereits auf neun Kilometer angewachsen und wegen der gesperrten Strassen, hatten diese eine Nacht auf der Autobahn vor sich. Nach der fast zwölfstündigen Reise waren sie erleichtert, endlich im Trainingslager angekommen zu sein. So liess man den restlichen Abend gemütlich beim Abendessen im hoteleigenen Restaurant und einem Schlummertrunk an der Hotelbar ausklingen.

Beim allmorgendlichen Footing am nächsten Tag war der Schnee immer noch nicht verschwunden. Da die Südfranzosen solche Mengen an Schnee nicht gewohnt sind, waren weder Räumungsfahrzeuge noch Winterreifen aufzufinden – verständlich, da der letzte Schnee vor acht Jahren und eine solche Menge an Schnee vor mehr als dreissig Jahren fiel. Somit entstand ein ziemliches Chaos auf den Strassen, die Hauptstrasse nach Montpellier blieb bis am Freitagmittag gesperrt. Aufgrund des Schnees war an einen normalen Trainingsbetrieb nicht zu denken. Es musste ein Alternativprogramm her. Am Donnerstagmorgen stand somit ein Jassturnier auf dem Plan und wie bereits bei der Carfahrt gewann die Erfahrung. Der mitgereiste Torwarttrainer Thomas gewann das Turnier mit einer starken Leistung. Mit einer ordentlichen Portion Demut machte man sich am Nachmittag zu Fuss auf ins Zentrum von La Grande Motte und musste unterwegs einigen Autos helfen aus ihren Parklücken zu finden. Nach einem kurzen Marsch mit ungeeignetem Schuhwerk waren sie froh, endlich in einem Restaurant unterzukommen und den Abend zu geniessen.

Am Freitagmorgen kam schliesslich die Hiobsbotschaft – das Trainingszentrum La Grande Motte wurde aufgrund des schmelzenden Schnees für das ganze Wochenende gesperrt. Es gab jedoch auch eine gute Nachricht, das Wetter wurde langsam besser und der Schnee war schon fast zur Gänze weggeschmolzen. Somit konnte die Mannschaft ihr erstes Training absolvieren. Nahe dem Hotel wurden einige Laufrunden gedreht, sowie Kraft- und Koordinationsübungen gemacht. Am Nachmittag konnte schliesslich das erste Mal Fussball gespielt werden. In einer Halle in der Nähe von Montpellier konnte die Mannschaft auf Kunstrasen trainieren. Gegen Ende des Nachmittags fand das alljährliche “alt-gegen-jung“ Spiel statt. Wiederum zeigte sich, dass Erfahrung nicht mit jugendlichem Leichtsinn aufzuwiegen ist. Es folgte eine Machtdemonstration durch die “Alten“. Da bereits in Montpellier suchten sie sich ein nettes Restaurant um beim Abendessen neue Kraft zu tanken. Der darauffolgende Ausgang wurde ebenfalls in Montpellier verbracht und die “Jungen“ mussten sich noch einige Sprüche anhören. Da der Carchauffeur seine Fahrtzeiten einhalten musste und frühzeitig zurück zum Hotel fuhr, gestaltete sich die halbstündige Rückfahrt ins Hotel per Taxi relativ mühsam.

Am Samstag fanden morgens und nachmittags wiederum in der mit Kunstrasen ausgelegten Halle Trainings statt und somit konnte trotz des anfänglichen Schnees das fussballerische doch noch gefördert werden. Gegen Abend wieder in La Grande Motte angekommen, zeigte sich Südfrankreich von seiner eigentlichen Seite und bei siebzehn Grad konnte ein Spaziergang entlang des Meeresufers in Richtung Zentrum gemacht werden. Bei gemütlichem Zusammensein konnte der letzte Abend des Trainingslagers genossen werden und am Sonntagmorgen in der Früh wurde die Rückreise angetreten. Trotz der doch noch gelungenen Ausführung des Trainingslagers wird nächstes Jahr sicher eine südlichere Destination ausgewählt.